Technologie

Materialien

Informieren Sie sich hier über die bei implantcast verwendeten Implantatmaterialien.

implavit®

Ein Großteil der Implantate wird aus einer CoCrMo-Gusslegierung (Kobalt-Chrom-Molybdän) nach ISO 5832-4 gefertigt. Dazu werden zunächst die Gussformen aus reproduzierbaren Wachsmodellen erzeugt, die in mehreren Schritten mit einer keramischen Schicht überzogen werden. Nach Ausschmelzen des Wachses wird die flüssige CoCrMo-Gusslegierung in die hohle Keramikform gegeben. Anschließend erfolgt nach Abkühlung das Entfernen der Keramikform vom Gussrohling. Die Komponenten werden auf Fehlstellen überprüft und weiter spanend bearbeitet. Zur Endbearbeitung werden die Komponenten geschliffen, poliert und beschichtet.

Chemische Zusammensetzung

Element

Grenzgehalt % (Massenanteil)

Chrom26,5-30
Molybdän4,5-7
Nickel max. 1,0
Eisen max. 1,0
Kohlenstoffmax. 0,35
Manganmax. 1,0
Siliziummax. 1,0
KobaltRest

 

 

implatan®

TiAl6V4 nach ISO 5832-3 ist eine Titan-Legierung. Das Rohmaterial wird spanend (vorwiegend Fräsen und Drehen) bearbeitet und anschließend durch Polieren, Schleifen und gegebenenfalls Beschichten endbearbeitet.

Chemische Zusammensetzung

Element

Grenzgehalt % (Massenanteil)

Aluminium5,5-6,75
Vanadium3,5-4,5
Eisenmax. 0,3
Sauerstoff max. 0,2
Kohlenstoffmax. 0,08
Stickstoffmax. 0,05
Wasserstoff max. 0,015
TitanRest

 

 

UHMWPE

UHMWPE ist ein ultrahochmolekulares Polyethylen (UHMWPE) nach ISO 5834-2. Das UHMWPE steht in Pulverform als Basisrohstoff zur Verfügung. Nach dem Sintern des Pulvers (compression moulding) werden die Platten zur Spannungsreduktion wärmebehandelt und zu Rundstangen, Platten oder Würfel zugeschnitten. Anschließend erfolgt die produktspezifische Bearbeitung des Materials. Die daraus entstehenden Implantate werden gasdurchlässig verpackt und mit Ethylenoxid (EtO) sterilisiert.

implacross®

Zusätzlich zum konventionellen UHMWPE steht crosslinked UHMWPE zur Verfügung und entspricht in der chemischen Zusammensetzung den Vorgaben der ISO 5834-1. Um die Eigenschaften des quervernetzten UHMWPE zu erhalten, wird das Stangenmaterial UHMWPE (GUR1020) mit 75kGy in Atmosphäre bestrahlt. Diese Bestrahlung erfolgt mit Gammastrahlen bei Raumtemperatur. Während der anschließenden Wärmebehandlung wird das Stangenmaterial auf 150°C ± 2°C erwärmt. Die erreichte Temperatur wird über einen Zeitraum von 10 Stunden gehalten und anschließend auf Raumtemperatur abgekühlt.

implacross® E

Das Rohmaterial der implacross® E PE-Einsätze ist ebenfalls GUR1020 nach ISO 5834-1, welches mit Vitamin E (1000 ppm Vitamin E) vermischt wird. Nach Sintern (compression moulding) der Mischung zu Platten und anschließender Wärmebehandlung wird das PE durch Bestrahlung mit Gammastrahlen (Dosis 50kGy bzw. 75kGy) quervernetzt.
Durch das Quervernetzen (Crosslinking) des PE‘s wird die Verschleißbeständigkeit erhöht. Die Zugabe von Vitamin E erhöht die Langzeitstabilität des PE‘s, indem es die bei der Quervernetzung entstehenden freien Radikale bindet. Dadurch wird eine oxidative Polyethylendegradation vorgebeugt.