1. 3D-CAD
Das zu produzierende Bauteil wird dreidimensional am PC konstruiert und stellt die Ausgangsbasis für die Fertigung dar.
C-Fit 3D®
Herzlich Willkommen im Bereich der Sonderanfertigungen!
In den folgenden Reitern haben Sie die Möglichkeit, sich über reale Fallbeispiele und den Prozess einer Sonderanfertigung von Auftragseingang bis Versand zu informieren. Wir zeigen Ihnen zudem unsere Planungsplattform icaps und die implantcast Wachstumsprothesen.

Übersicht
Ablauf einer Sonderanfertigung

Fertigung nach Maß
Eine präzise Planung ist die Grundvoraussetzung für ein perfekt sitzendes Implantat. Ebenso wichtig ist die maßgenaue Fertigung, um die vorausgehende Planung exakt umzusetzen. Aus diesem Grund setzen wir in den meisten Fällen die additive Fertigung (3D-Druck) als Mittel der Wahl ein.
Die additive Fertigung ermöglicht die Herstellung von Implantaten mit EPORE® Oberfläche. Auf Anfrage können Individualimplantate mit EPORE® Oberfläche und diversen Beschichtungen versehen werden.
Die Produktionszeit für eine Individualprothese beträgt zwischen 2 und 9 Wochen, abhängig vom Fertigungsumfang.

Prozess der additiven Fertigung – EBM® (Electron Beam Melting)
Digitale 3D-Daten (3D-CAD) werden im Fachbereich der Additiven Fertigung zunächst zu Fertigungslosen zusammengefasst und mit spezialisierter Software für die Produktion mit den EBM®-Anlagen vorbereitet. Für den anschließenden Produktionsprozess wird die Prozesskammer zunächst unter Hochvakuum gesetzt. Im Anschluss daran wird die Struktur/Geometrie der Implantatkomponenten durch Applikation einer etwa 50 µm hohen Pulverschicht und unter Zuhilfenahme eines Elektronenstrahls automatisiert aufgebaut. Obwohl der Elektronenstrahl mit bis zu 8.000 m/s verfährt, kann die Produktion eines Fertigungsloses mehrere Tage in Anspruch nehmen.
Prozesskette der additiven Fertigung
Die additive Fertigung mit dem EBM® ist ein voll automatisierter zyklischer Prozess.
Entstehungsprozess einer Sonderanfertigung

Über 20 Fälle in der neuen C-Fit 3D® App
Sonderanfertigungen von der Schulter bis zum Sprunggelenk.
- detaillierte Fallbeschreibung
- 3D-Ansicht
- reale Versorgungsbeispiele
Fallbeispiel

MUTARS® Diaphysenimplantat Femur
10-jähriger Patient mit einem Ewing-Sarkom im rechten diaphysären Femur. Eine proximale Resektion sollte knapp unterhalb der Wachstumsfuge am Trochanter major geplant werden, um diese weitestgehend zu schonen. Zu sehen ist die geplante Resektion.

Geplantes Prothesensystem
Geplant wurde ein Prothesensystem mit einer sonderangefertigten proximalen und distalen Komponente in Kombination mit einem MUTARS® Arthrodeseimplantat, das im Gegensatz zum klassischen MUTARS® Verbindungsstück für Diaphysenimplantat die Kurvatur des Femur nachbildet. Die proximale Komponente verfügt über eine Ausbuchtung mit einer Bohrung für die Fixierung der Sehne des M. iliopsoas sowie eine Bohrung zur Fixierung des Trochanter major. Distal wurde aufgrund der großen Resektion ein sonderangefertigter Hohlschaft mit ovalem Design geplant.

Prothesenposition
Die präzise Positionierung der Prothesenkomponenten gewährleistet eine optimale Funktionalität und Anpassung an die anatomischen Gegebenheiten des Patienten. Dies ist entscheidend für den langfristigen Erfolg der Implantation.

Resektion und Präparation
Für die Resektion am proximalen Femur wurde eine patientenspezifische Resektionslehre angefertigt. Zudem wurden Bohrlehren für das proximale und distale Femur und ein Probeimplantat bereitgestellt.

Postoperatives Ergebnis
Der Operateur war mit dem Ergebnis zufrieden. Die postoperativen Röntgenbilder zeigen die proximalen (links) und distalen (rechts) Komponenten sowie das MUTARS® Arthrodeseimplantat (Mitte).
Wachstumsprothesen
Nicht-invasive Extremitätenverlängerung

MUTARS® Xpand
- Speziell für die Behandlung von Tumoren bei Kindern und jungen Erwachsenen entwickelt
- Konzipiert für den Extremitätenerhalt und den Ausgleich von Arm- und Beinlängendifferenzen
- Integrierter Motor zur Verlängerung von bis zu 100 mm
- Kein zusätzliches Infektionsrisiko beim Verlängerungsprozess durch nicht-invasive Prothesenverlängerung (auch von zu Hause aus möglich)
- Verlängerung in kleinen Schritten (0,035 mm pro Impuls) zur Schonung von Weichteilgewebe und Nerven

MUTARS® BioXpand
- Speziell für die Behandlung von Tumoren bei Kindern und jungen Erwachsenen entwickelt
- Konzipiert für den Extremitätenerhalt und den Ausgleich von Arm- und Beinlängendifferenzen
- Integrierter intramedullärer FITBONE® Marknagel zur Verlängerung von bis zu 80 mm
- Kein zusätzliches Infektionsrisiko beim Verlängerungsprozess durch nicht-invasive Prothesenverlängerung (auch von zu Hause aus möglich)
- Verlängerung in kleinen Schritten (0,035 mm pro Impuls) zur Schonung von Weichteilgewebe und Nerven
- Erzeugt Knochenstrecke mittels Kallusdistraktion
- Die anspruchsvolle OP-Technik erfordert vorab ein spezielles Anwendertraining